Container unter Proxmox erstellen

Möglichst viele Server mit jeweils eigenen Funktionen, das ist das Ziel bei der Nutzung von Proxmox. Das Einrichten eines Containers gehört also zu einer der Fingerübungen im Umgang mit Proxmox.

Der erste Schritt ist der Download eines Templates für den Container. Dazu wir auf einen der Storages (1) gewechselt und dann Templates (2) ausgewählt.

Es erscheint eine Liste der Templates die zur Verfügung stehen. Bei der ersten Nutzung kann es Sinnvoll sein die Liste erstmal upzudaten. Die Turnkey-Templates enthalten schon fertige Konfigurationen. So ist z. B. im Template debian-10-turnkey-nextcloud alles schon so weit vorkonfiguriert, das Nextcloud sofort nach Start des Containers genutzt werden kann.

Wer mal so schauen will, was er mit seinem Proxmox noch so alles anfangen kann, kann sich hier sicherlich Inspiration holen. Aber letzten endlich kann man in einem Container alles starten und machen, was Debian und Ubuntu zur Verfügung steht. Es empfiehlt sich daher, die aktuellen Ubuntu und Debian Standardpakete herunterzuladen. Auf dieser Basis geht eben alles.

Um ein Template herunterzuladen, muss man dieses einfach in der Liste anklicken und dann auf „Herunterladen“ tippen.

Jetzt kann das Erstellen des Containers beginnen, mit einem Klick auf „Erstelle CT“.

Im nächsten Fenster müssen die Eingabefelder „Hostname“ und „Kennwort“ befüllt werden. Ich gehe davon aus, das Leser dieses Blogs keine umfangreichen Netzwerke mit verschiedenen Proxmox-Knoten nutzen, und wenn dann können diese das relevante Adaptieren.

Die CT ID wird automatisch vergeben. Wenn man einen SSH-Key generiert hat, kann man diesen an dieser Stelle hochladen, so kann man sich direkt über SSH mit dem neuen Server verbinden. Wenn man denn möchte.

Im nächsten Schritt wird das zuvor heruntergeladene Template ausgewählt.

Im Schritt „Root-Disk“ wird das Ziel der Installation ausgewählt. Es muss also einer der im Rechner vorhandenen Speichermedien gewählt werden. Außerdem der zu nutzende Speicherplatz. Wenn es keine Nextcloud ist, sollte in der Regel 40 – 50 GB locker ausreichen. Und wenn nicht, ist das nicht schlimm. Man kann später ganz einfach den Speicherplatz ändern, wenn mehr Speicherplatz benötigt wird.

Das gleiche unter „CPU“. Hier werden die Anzahl der Kerne ausgewählt, die zur Verfügung steht.

Hier gerne alle zur Verfügung stehenden Kerne angeben. Es im Heimbereich total Sinnlos hier ein Limit zu setzen. Alle Container teilen sich die Ressourcen dynamisch. Warum also die einer Maschine verwehren viel Prozessor zu nutzen, wenn er viel Prozessor braucht? Und wenn sich im Betrieb herausstellt, dass es doch notwendig ist, dann kann man das ja eben jederzeit ändern. Das Gleiche gilt natürlich für den (Arbeits)Speicher. Auch hier, alles freigeben, was da ist.

Zuletzt muss man Netzwerkeinstellungen auswählen. Hier am besten DHCP wählen, dann macht der Router den Rest. Das gleiche gilt für die DNS Einstellungen.

Anschließend im Reiter „Bestätigung“ alles noch mal prüfen und mit Abschließen die Installation starten.

Zumindesten im Netzwerk der Fritz!Box ist der neue Container anschließend direkt über den Hostnamen erreichbar. Im Beispiel einfach reverseproxy im Browser eingeben oder in der SSH-Verbindung. Fertig.