Aufgabenverwaltung in der eigenen CLOUD

Wenn es darum geht seinen Alltag zu strukturieren gibt es dafür wirklich zahlreiche Methoden. Im Arbeitsalltag hab ich dazu lange Zeit einfach meinen Posteingang verwendet. Alles, was da drin war, muss abgearbeitet werden. Neue Aufgaben hab ich mir da auch gerne einfach selber per E-Mail reingeschickt. Erledigte Themen wurden dann in einen Unterordner abgeheftet.

Im privaten Bereich klappt das für mich aber nicht so richtig. Zwar schau ich da auch regelmäßig in das Postfach, aber es ist nicht das präsente und zentrale Arbeitsmittel. Ich hab natürlich auch schon mit Zetteln und Notizblöcken gearbeitet. Funktioniert auch alles irgendwie. Aber so richtig fresh ist das dann ja auch nicht. Ich will ja Bäume vor der Abholzung bewahren und Müll vermeiden. Es sollte daher also schon digital sein und hey, wozu habe ich meine Nextcloud.

Nextcloud bietet zwei Apps an, um Aufgaben zu verwalten.

Deck

Deck bietet einem eine mehrdimensionale Aufgaben-Verwaltung an. Man kann beliebige Boards erstellen, in jedem Board kann man dann wiederum Listen erstellen die dann wiederum einzelne Karten enthält. Die Karte ist dann die jeweilige Aufgabe. Man kann hier als ein komplettes Projekt bis in kleine einzelne Details planen, andere einladen mitzuarbeiten und dann die Karten einzelnen Personen oder Teams zuweisen. Das ganze kann natürlich auch mit Terminen versehen werden. Und natürlich darf auch ein Tagging nicht fehlen. Handlung erforderlich, wäre ein solches Tag in der Farbe rot.

Das ganze kann man dann über die passende Android-App auf dem Smartphone bearbeiten oder auf jedem anderen Endgerät direkt im Browser.

Beispiel für die Planung der Gartensaison

Im privaten Bereich in der Regel vielleicht etwas zu viel. Andererseits aber auch gar nicht schlecht um zu visualisieren wie viel Arbeit auf einen zu kommt. Wenn man dann ein Hobby hat, bei denen man zum Beispiel mit anderen Leuten zusammen arbeitet, dann kann das ganze sehr schnell riesig aber auch eben sehr praktisch werden.

Aufgaben / Task

Die App Task ist dann eher die klassische ToDo-Liste. Alles reinschreiben, bei Bedarf eine Erinnerung setzen. Fertig. Läßt sich über CalDAV mit beliebigen Apps und Anwendungen synchronisieren. Auf dem Smartphone verwende ich dafür zum Beispiel GTask und auf dem PC Thunderbird. Auch hier geht mehr. Nutzt man die App im Browser kann man Unteraufgaben erstellen. Nutzt man den Dienst über eine App ermöglicht diese abhackbare Liste in einer Aufgabe. Zum Beispiel in der Aufgabe Baumarkt eine Einkaufsliste zu führen. Leider sind die einzelnen Features nicht in allen Oberflächen vorhanden und dann macht das ganze leider weniger Spaß.

Hey Alex, und was nutzt du da jetzt?

Beides. Mit Task werden wiederkehrende und terminierte Aufgaben gepflegt. Dinge wie: Backup jeden Montag, Termin bei Arzt xy machen, Medikamente von der Apotheke abholen.

In Deck führe ich zwei Boards. Einmal Analog, für alles im und um das Haus und eine Liste Digital für alles was so am Rechner passiert. Bei beiden gibt es einfache Aufgaben aber auch große Projekte. Alles ist aber im Großen und Ganzen ohne eine Deadline. Hier kann ich also alles reinschreiben, was ich mal machen will und wenn ich mir Gedanken dazu mache das weiter verfeinern oder in ein eigenes Board verschieben und dann richtig groß machen. Und wenn ich bei irgendeinem Projekt jemanden ins Boot holen will, lade ich den einfach dazu ein und er kann alles sehen.